Das Sturmtief Sabine hatte sich bereits angekündigt, als sich die Wandergruppe der Schützenbrüderschaft vom ZOB aus auf den Weg machte. Ziel in diesem Jahr war das Brunnengelände. Konrad Dietelbach hatte sich bereit erklärt, die Gruppe durch das Gelände zu führen. Viele Hornburger werden wahrscheinlich nicht wissen, welche Bedeutung das Brunnengelände für Hornburg hat.

1938 wurde der erste Brunnen zur Versorgung der Salzgitter Stahlwerke gebohrt. Inzwischen sind es 87 Tiefbrunnen, die nicht nur Salzgitter-Flachstahl, sondern auch 30.000 Haushalte versorgen. Nach einem Vorklärbecken gibt es weitere 17 Becken, die der Versickerung von Ilsewasser sorgen, um den Grundwasserspiegel zu erhalten. Wichtig für die Stadt Hornburg ist das Jahr 1941. In diesem Jahr kamen nach der Salzgitterverordnung die Ortschaften Hornburg, Isingerode und Roklum vom Landkreis Wernigerode nach Wolfenbüttel. Ohne das Brunnengelände hätte Hornburg in der DDR gelegen. Es war also nicht nur eine schöne Wanderung, sondern auch ein lehrreicher Ausflug in eine weitgehend unbekannte Welt Hornburgs.
Den Abschluss des Tages bildete ein deftiges Braunkohlessen im Restaurant „Adams Schützenhof“. Nach vielen angeregten Unterhaltungen klang der Nachmittag aus. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dieser Tag einmal mehr die Gemeinschaft gefördert hat.

Pause
Pause zur Halbzeit mit Schmalzbroten und heißem Kaffee